Varios: Tango Fusion Club Vol 2 Electron


Varios: Tango Fusion Club Vol 2 Electron

Varios: Tango Fusion Club Vol 2 Electron

Erscheinungsjahr: 2006

Spielzeit: 72 min

Bestellnummer: tfc000003


Preis: 18.99 €


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Tangodanza meint dazu:

Mit leisem Schellackknistern im Hintergrund geben gedämpfte Beats wie Eisenstangen-Schläge auf untergegangene Schiffsrümpfe den Rhythmus zu Beginn von "Nautic Dancer" vor. Elektronisches Wasser tropft, dann setzt das Bandoneón mit einer schweren Melodie ein. Auf die antwortet eine Geige mit kurzen Echos, als sei sie ein suchendes Sonar. Das von DJ Stefan Karoll zu Tango Fusion Club, Vol. 2 beigesteuerte Stück liefert schon beim ersten Hören den Beleg dafür, dass Sonja Armisén nach ihrer innovativen, 2004 produzierten ersten FusionTango-CD weiterhin über eine extrem gute Nase für kreative Neo-Tango-Ansätze verfügt. Nicht zuletzt mit ihren regelmäßig veranstalteten Tango Fusion Club-Parties fördert sie die spannenden Hybride aus traditionellem Tango, House und Jazz. Ein wenig ärgerlich angesichts dieses Gespürs und der Szenevernetztheit der Münchner Produzentin: Vier der insgesamt 14 Tracks auf der neuen CD sind als "special bonus tracks" ausgewiesene Remixversionen der Originale von Tango Fusion Club, Vol. 1. Und auch wenn hinter manchem Takt noch eine schöne Überraschung wartet, z.B. das wie ein entferntes Martinshorn klingende Bandoneón in "Bandoneón acorazado" des Funk- und Breakbeatspezialisten DJ Malente, so sind die Remixe insgesamt doch zu eintönig geraten, als dass sie dermaßen viel Raum einnehmen sollten. Eine aufregende "Würzmischung" auf "electronic tango flavoured beats" bereiten hingegen jazzigere Tracks wie "Rain" des japanischen Elektrogurus Ryuichi Sakamoto im Mix von Daniel Castro und "Marope" des Tango Fusion Clubs im "Rogall's deep cut". Der Produzent Stefan Rogall richtet mit der Bassklarinette des Freiburger Jazzklarinettisten Massimo Soavi, verschiedensten Percussioninstrumenten und Peter Reils Bandoneón einen kostbar amorphen und doch stimmigen Tangoklang an. Der ist wie bei "Nautic Dancer" oder auch dem sehr schönen und schnellen ersten Titel "Luz" des Argentiniers Pablo Bonilla nicht nur beim Zuhören spannend. Wer schon etwas Tanzerfahrung hat, wird diese neu klingenden Stücke auch als aufregendes Tanzexperimentierfeld zu schätzen wissen. Trotzdem überwiegen letztlich zahlenmäßig die schwer tanzbaren Stücke. Im Gegensatz zu Tango Fusion Club, Vol. 1 ist "electronic tango flavoured beats" damit insgesamt eher eine CD zum Anhören bzw. für nicht Tango tanzende Clubgänger. Wer House, Acid Jazz und anderen musikalischen Einflüssen gegenüber offen ist, der wird sich sicher beim Hören über wunderbare Ideen freuen, den Tango wieder einmal ganz neu zu improvisieren. Antje Andrassy in der Tangodanza Nr.3, 2007

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