Varios: Que Bonboncito - Tangos Instrum.


Varios: Que Bonboncito - Tangos Instrum.

Varios: Que Bonboncito - Tangos Instrum.

Erscheinungsjahr: 2002

Spielzeit: 54 min

Bestellnummer: dz003008


Preis: 17.99 €


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Die vorliegende CD stellt drei Orchester vor, die zur Zeit der Goldenen Ära des Tango Argentino in Buenos Aires sehr beliebt waren, später allerdings fast vollkommen in Vergessenheit gerieten. Julio de Caro war gemeinsam mit dem Bandoneonisten Pedro Maffia der erste Orchesterleiter, der einen ganz typischen Personalstil hatte. Außerdem finden sich wahre Raritäten des "Hausorchesters" der Schallplattenfirma Brunswick. El pillete Batida nocturna Arreando Pelele Muchachito lindo Tiempo pasado Fruta prohibida Se fini Jueves El buey solo De rompe y raja Largalo Anoche en el club Chique! Angustia Mi pena Que bonboncito La cancion del pirata

Hans Peter Salzer meint dazu:

“Was soll ich über diese CD bloß schreiben, und vor allem: wie?³, so eröffnet Stimme A einen fiktiven Dialog im Geiste des Rezensenten, worauf Stimme B antwortet: “Na, ist doch ganz einfach: Schreib wie sie ist!³ A: “Das ist es ja eben ... so einfach ist das nämlich nicht.³ B: “Wie? Du kannst nicht sagen, ob die CD gut oder schlecht ist?³ A: “Doch, doch ... sie ist gut.³ B: “Ahhh ... gut ... und weiter?³ A: “Wen interessiert das schon?³ B: “Was?³ A: “Zum Beispiel, dass es sich um Aufnahmen aus gerade mal vier Jahren handelt, die von 1929 bis 1932 eingespielt wurden ganz am Anfang der Mikrophontechnik.³ B: “Also eher schlecht?³ A: “Im Gegenteil: die 18 Stücke sind technisch sehr sorgfältig restauriert worden bis auf eine Ausnahme: »De rompe y raja«, da schepperts schon bei Zimmerlautstärke so richtig.³ B: “Und die anderen Stücke?³ A: “Mindestens 13 haben alles was man zum Tanzen braucht: klaren Rhythmus und teilweise schöne Melodien.³ B: “ ... kann man also auch bei einem Tanzabend auflegen?³ A: “Im Prinzip ja. Ist aber eine Frage des Geschmaks. Denn einerseits handelt es sich um Interpreten, die auf den Pisten weniger zu hören sind ...³ B: “Zwischenfrage: welche?³ A: “Das Sexteto Julio de Caro, das Orquesta Pedro Maffia und das Orquesta Tipica Brunswick ...³ B: “Wie bitte: Tipica Brunswick?³ A: “Ja, Brunswick war eine Plattenfirma mit einem eigenen Orchester, wie beispielsweise auch die Firma RCA-Victor.³ B: “Okay. Und andererseits?³ A: “Andererseits kommen die Aufnahmen aus einer Zeit, da der Tango noch nicht Tempo und Drive der späteren Jahre hatte. Viele Stücke kommen recht gemütlich und vergleichsweise lieblich daher und das muss einem liegen.³ B: “Also eine Zusammenstellung für Liebhaber und Sammler?³ A: “Ganz bestimmt, aber nicht nur. Spannend ist beispielsweise, dass De Caro und Maffia in dieser Zeit einen eigenen Stil entwickelten, den Tango entscheidend beeinflussten. Man vergleiche nur Maffias »Chiqué!« (1930) mit der Jahrzehnte später eingespielten Version von Pugliese bei Maffia ist vieles schon mit drin gewesen.³ B: “Andere Empfehlungen zum Reinhören?³ A: “Das markante »La canción del pirata«, »Pelele«, »Jueves« und das schöne »Fruta prohibida«, bei dem gar eine singende Säge mitspielt.³ B: “Fazit?³ A: “Etwas langsamere Tangos aus frühen Aufnamen, gut tanzbar und gut restauriert.³ Hans Peter Salzer, Tango-Jay, www.argentango.de/dj erschienen in Tangodanza 1-2004, Zeitschrift für Tango argentino

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