
Erscheinungsjahr: 1998
Spielzeit: 56 min
Bestellnummer: dz003001
Preis: 17.99 €
Tangotänzer haben Ihre erste eigene Milonga - CD zusammengestellt. Alle Titel wurden klanglich veredelt. Höchster Hör- und Tanzgenuss und 24 - seitiges Booklet mit vielen Informationen. Künstler sind u.a. R. Firpo, A. D'Agostino, F. Canaro, D. Federico, P. Laurenz, F. Fiorentino und L. Demare.
01. pena mulata (instr.), roberto firpo
02. el porteñito, angel d'agostino,
03. milonga de mis amores, pedro laurenz
04. un baile beneficio, osvaldo pugliese
05. reliquias porteñas, francisco canaro
06. campo afuera, rodolfo biagi
07. picante, rodolfo biagi
08. milonga del corazon, juan d' arienzo
09. milonga vieja milonga, juan d' arienzo
10. ella es asi, edgardo donato
11. de mi arrabal, roberto firpo
12. ficha de oro, francisco fiorentino
13. carnavalito, lucio demare
14. milonga sentimental, francisco canaro
15. milonga compadre, pedro laurenz
16. el torito, quinteto pirincho
17. milonga para gardel, angel vargas
18. yo soy de san telmo, pedro laurenz
19. estampa de varon, juan d' arienzo
20. de antaño, juan d' arienzo
21. mano brava, troilo; fiorentino
22. a lo pirincho, domingo federico
Auch bei diesem Sampler kann der ambitionierte DJ wenig falsch machen. Dennoch: ich überlege mir immer, wie die Energie-Kurve laufen soll. Entweder ich steige richtig stark ein (Beispielsweise mit Nr.4 oder 22) und nehme den Level im Verlauf der Tanda langsam wieder runter oder ich beginne mit einer etwas "sanfteren" Milonga und steigere die Energie langsam - ein Beispiel dafür könnte die Kombination 5 (bzw. 7 oder 10)-12-13 sein. Auch wenn "Carnavalito" etwas langsamer gespielt wird, als die vorausgehende Nummer, ist es einfach ein Hit. Und davon gibt es noch eine ganze Reihe, wie "Reliquias Porteñas", "El Portenito", "Milonga De Mis Amores", "Campo Afuera", "Milonga Sentimental", "El Torito" oder "Yo Soy De San Telmo". Von der Aufnahmequalität her fällt die Nr. 20 im Vergleich zu den anderen Titeln leider etwas ab. Die vorliegende Zusammenstellung bietet sowohl langsamere, als auch sehr flotte Titel und bietet damit vielfältige Kombinationsmöglichkeiten. Auch hier empfehle ich dem DJ, die eigenen Vorlieben und die Tanzenden der eigenen Szene im Blick zu haben. Tangodanza 01/2007 - Aus "Basisedition für DJs", Folge 2
Danza y Movimiento gehen andere Wege. Die Hamburger Südamerika-Spezialisten durchforsten die Vergangenheit und stellen mit der Reihe "Best of Tango Argentino" historische Aufnahmen aus der Blütezeit der Tanzmusik im zweiten Viertel dieses Jahrhunderts zusammen. "Milonga Vieja" und "Valsecitos De Antes" greifen sorgsam ausgewählt auf Lieder von Juan Felix Maglio bis Anibal Troilo zurück, allesamt wunderbar authentisch in der Interpretation, aber eigenartig klangverändert in der Absicht, möglichst viele Störgeräusche der knisternden Originale zu beseitigen. Rauscharm, dafür terrassendynamisch extrem wird manche Pretiose zum Halbedelstein, zum Tanzen geeignet, zum Zuhören irritierend. (Ralf Dombrowski in Blue Rhythm)
Im 19. Jahrhundert galt in Argentinien die Milonga, in der man afroamerikanische Elemente vermutet, als die Habanera der armen Leute. Sie beeinflußte mit ihrem 2/4 Takt und ihrer Synkopierung maßgeblich die Entwicklung des Tango. In dessen Glanzzeit in den 30er und 40er Jahren wird die Bezeichnung Milonga für den zackig akzentuierten, energisch-flotten Tangostil verwendet. Aus jener Zeit stammen auch die 22 Stücke dieses für Europa in seinem Genre bisher einmaligen Samplers, der auf das Programm des renommierten Labels El Bandoneon, den weltweit größten Katalog des klassischen Tango, zurückgreift. Die homogene Auswahl, die neben weniger bekannten, hörenswerten Bands die Starensembles von etwa Anibal Troilo, Osvaldo Pugliese und Francisco Canaro vorstellt, wechselt zwischen instrumentalen und vokalen Stücken. Besonders erwähnt seien hier die deutliche Ragtime-Synkope von Angel D'Agostino, dann der beeindruckende Sprechsänger aus Puglieses Orchester in "Un baile benefico" und schließlich die von Angel Vargas gesungene Milonga zum Andenken an Carlos Gardel. Die restauratorische Klangveredelung ist gut gelungen. Ein sorgfältig recherchierter Kommentar zu den Künstlern im 24seitigen Beiheft gibt interessante Hintergrundinformationen. (Frithjof Strauß im Jazzpodium)
Tango gleicht einem schweren Rotwein, Milonga dagegen eher prickelndem Sekt. Letzterer ist leichtfüßiger, die Stimmung britzeliger und weniger schwülstig. Tänzer können hier eine Schmachtpause einlegen und ihr salbungsvolles Gehabe, mit dem der Schmerz der Trennung und der Sehnsucht balsamiert wird, gegen eine Heiterkeit eintauschen, die es sonst im Tango nicht gibt. Die Compilation "Milonga Vieja" präsentiert eine Auswahl an tanzbaren Milongas aus der weltweit größten und umfangreichsten Serie des Tango Argentino, "El Bandoneon". Eine wunderschöne Zusammenstellung verschiedener Interpreten aus der "goldenen Zeit" des Tangos. Zu hören sind Legenden der 30er und 40er Jahre, die den Tango Aargentino maßgeblich geprägt haben: Roberto Firpo, Rodolfo Alberto Biagi mit den "manos brujas"(Hexenhänden), Juan d'Arienzo - "el rey del compás" (der König des Taktes), Angel d'Agostino, Angel Vargas, Pedro Laurenz, Osvaldo Pugliese und natürlich der größte Bandoneon-Spieler aller Zeiten, Anibal "Pichuco" Troilo, dessen Instrument nach seinem Tod an Astor Piazzolla ging. Ein zweiter Sampler, "Valsecitos De Antes" ist der schwofigen, walzerähnlichen Seite des Tangos, dem Vals, gewidmet. (Lisa Scheide in Szene Hamburg)
Milonga Vieja Milonga ist zum Tanzen gemacht und möchte eine Lücke schliessen: Denn obwohl die beschwingte Milonga zu den beliebtesten Formen des Tango Argentino zählt, gab es bislang keinen aktuellen Tonträger, der tanzbare Milongas gebündelt hätte. Der vorliegende Silberling beendet diesen Mangel mit 22 klassischen Milongas aus der "goldenen Zeit" des Tango, den 30er und 40er Jahren. Zu hören sind alte Meister wie Francisco Canaro, Osvaldo Pugliese oder Aníbal Troilo, deren musikalische Kabinettstückchen aus der Schatztruhe von "El Bandoneon", der weltweit größten CD-Serie mit Tango Argentino-Musik zusammengestellt wurden. Die harmonische und gut tanzbare Auswahl diverser Interpreten traf der Hamburger Rainer Klement mit Unterstützung anderer aktiver Tangueros. Schon deshalb werden Milaongatänzer die Füße kribbeln. (Jochen Eversmeiner in El Nordico)
Hier hat der Hamburger Tango-Experte Rainer Klement 22 Walzer-Aufnahmen der renommierten Tango Argentino Orchester aus den 30er und 40er Jahren ausgegraben, von Roberto Firpo, Angel d'Agostino, Angel Vargas u.a. Die Aufnahmen, vor Jahren auf dem Tango-Label El Bandoneon wiederveröffentlicht, wurden nochmal sorgsam entknistert und aufgemöbelt, kurze Einführungen zur Entstehungsgeschichte beigefügt und zu dieser knapp einstündigen Rundreise destilliert. Ein kurzweiliges Hör- und Tanzvergnügen, bei dem die alles entscheidende Frage allerdings unbeantwortet bleibt: Warum spielen die Tangueros so gerne Walzer? Dennoch gelingt dem Sampler eine ausgewogene Balance aus Instrumental- und Vokaltiteln.
Noch einmal 20 bis 30 Jahre länger als das Dylan-Konzert liegt die Entstehung der Tangos von "Milonga vieja Milonga" zurück. Und siehe da: Die chronischen Heulsusen aus Buenos Aires hatten 1930 bis 1940 auch fröhliche Momente. Auf der gut sortierten und mit einem informativen Booklet ausgestatteten Compilation finden sich zeitlos beschwingende, auf das Tanzbein zielende Aufnahmen aus "El Bandoneon", der weltweit größten Serie des Tango Argentino. Vertreten ist das Repertoire von allen Größen, die ihr Genre prägten, wie z.B. Anibal "Pichuco" Troilo, dessen Bandoneon nach seinem Tod an Astor Piazzolla überging oder auch Pugliese, de Angelis, di Sarli uva. Anspieltip: "Milonga del corazon" (Marcello Millot in der Hamburger Rundschau")
Wie jeder Milonga-Freund und besonders jeder Tango DJ weiß, gibt es leider viel zu wenige reine Milonga CDs. Genau diese Lücke in der Musikversorgung aller Tangoabhängigen haben das Team des CD-Versands Danza y Moviemiento in Hamburg erkannt. In Zusammenarbeit mit Leuten aus der Hamburger Szene versuchen sie, diesem Mangel mit dieser CD zumindest ein wenig entgegenzuwirken. Ausgewählt wurden die Stücke aus den CDs des spanischen Labels "El Bandoneon", die im Laufe der letzten Jahren 100 Tango CDs rausgebracht haben. Bis auf "Milonga sentimental" von Canaro, die für meinen Geschmack mit unter 80 Takten pro Minute viel zu langsam ist, sind alle Stücke sehr gut tanzbar und geben einen schönen Querschnitt durch die Musik der wichtigsten Orchester in den 30er und 40er Jahren, der goldenen Ära des Tango. "Exotische" Milongas wie von "Los Tubatango" oder moderne Milongas wird man hier vergeblich suchen. Juan D'Arienzo ("Der König des Rhythmus") ist mit 4 Stücken am stärksten vertreten, dicht gefolgt von Francisco Canaro und Pedro Laurenz mit 3 Stücken. Rodolfo "Manos Brujos" Biagi - der ehemalige Pianist von D'Arienzo - und Roberto Firpo warten je mit 2 Milongas auf, alle anderen Interpreten, darunter Anibal Troilo und Osvaldo Pugliese, sind mit nur einem Stück vertreten. Alle diese Namen stehen für rhythmisch klare und sehr gut tanzbare Musik. Unter den insgesamt 22 Milongas befindet sich auch einer meiner persönlichen Lieblinge: Canevalito von Lucio Demare, wie der Name schon sagt eigentlich ein Karnevalslied, aber von Demare als Milonga arrangiert. Auf sehr schnelle und sehr langsame Milongas wurde (mit der einer Ausnahme) bei der Auswahl glücklicherweise verzichtet, die meisten bewegen sich zwischen 104 und 112 Takten pro Minute, also bei sehr gut tanzbaren Geschwindigkeiten. Wer für Übungszwecke sehr langsame Milongas sucht, wird hier nur begrenzt fündig werden und sollte sich mal bei Francisco Canaro umschauen. Das Ordnungsschema bleibt allerdings Geheimnis der Macher, jedenfalls sind die Stücke weder nach Tempo, Aunahmedatum oder Interpret geordnet. Ein deutliches Plus für diese CD: alle Stücke wurden im Tonstudio mit einem Rauschfilter nachbearbeitet, so dass weder Rauschen noch Knacken den Hör- und Tanzgenuss beeinträchtigen. Fazit: Diese CD bietet eine knappe Stunde rauschfreies Milonga-Vergnügen mit den großen Orchestern des Tango und ist für jeden Tänzer und DJ eine Bereicherung der Plattensammlung. (Garrit Fleischmann in “Tangodanza”)
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