Titango: I Tango You


Titango: I Tango You

Titango: I Tango You

Erscheinungsjahr: 2000

Spielzeit: 56 min

Bestellnummer: dz003102


Preis: 17.99 €


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Titango steht für eine klare musikalische Sprache. Das Projekt basiert auf der Initiative des Hamburger Bandoneonisten Rocco Boness. Titango ist ein Spiegel einer Annäherung von Musikern der klassisch präzisen Schule an den Argentinischen Tango, vorgetragen mit Leidenschaft. recuerdo nagroide marron y azul flor de lino lo que vendra contrabajeando payadora soledad sin problema a fuego lento corazon de oro oda a floresta danzarin

Thorsten Meyer in JazzPodium meint dazu:

Es ist ein Füllhorn an Ideen, das die Hamburger Tangoformation Titango über den Hörer ausschüttet. Sie haben 13 Stücke aus dem “Great American Tangobook” ausgewählt, und aus ihnen einen Reigen voller Farben und Gefühle geflochten. Bandoneonist Rocco Boness hat sich mit Christiane Pritz, Violine, Marina Kommisartschik, Piano, und Gregor Hammans, Kontrabass, Mitstreiter ausgesucht, die klassisch “trainiert" sind. Doch “I Tango You” ist keine akademische Kopfgeburt, wie sie in der letzten Zeit von Klassik- (und Jazz-)koryphäen gerne zur Imagepolitur benutzt wird. Titango bewahrt den Respekt ohne in Ehrfurcht zu erstarren. Sie schaffen keine musealen Kopien, sondern bringen dezent aber konsequent sich selbst ein. In den vielschichtigen Arrangements herrscht ein stetiges Geben und Nehmen. Die Solostimme wird umspielt und unterfüttert. Es geht behutsam von der Ein- in die Zweistimmtigkeit oder ins Unisono. Der Stab wird bruchlos von einem Instrument zum anderen weitergegeben. Rhythmus- und Dynamikwechsel tun ein übrigens dazu, dass kein Titel wie der andere klingt. Jedes Stück erfährt mehrere Häutungen, bevor es in vollster Schönheit erstrahlt. Überladen oder überambitioniert ist dies alles nicht, zumindest nicht für jene, die es verstehen, zuzuhören. Bei Titango lohnt sich das.

Szene Hamburg meint dazu:

Guter Tango muss nicht nur aus Argentinien kommen. Das zeigten vor einigen Jahren diverse Compilation-Importe mit Originalen aus Finnland. Auch das international gefärbte Hamburger Projekt Titango überzeugt mit seiner an klassischer Musik orientierten Interpretation südlicher Melancholieschübe von Piazolla, Pugliese, Anibal Troilo und anderen. Argentinische Tangoklassiker mit nordischer Leidenschaft gespielt.

Jörg Gebauer in Blue Rhytm meint dazu:

Anklerplatz für den Tango In der Hamburger Werkstatt von Rocco Boness befinden sich etwa 20 Bandoneons. Das ist eine ganze Menge, denn das Tango-Insturment ist rar geworden - zumindest dasjenige, welches den typischen Double-A-Klang besitzt, also aus den Werkstätten des legendären Alfred Arnold in Carlsfeld stammt. Der verkaufte 1930 immerhin 25.000 Bandoneons in Richtung Argentinien, die inzwischen bei Tangomusikern aus aller Welt schwer gesucht sind. Heute bekommt kein Instrumentenbauer mehr den weichen Ton des Originals hin und das macht Restaurateure wie Boness so unentbehrlich. Seitdem er vor 16 Jahren einen Hamburger Strassenmusiker mit dem Instrument sah, hat er das Bandoneon unzählige Male zerlegt und wieder zusammengesetzt - zunächst eher zufällig für befreundete Musiker. Doch seit sich seine Fertigkeiten herumgesprochen haben, kommen alle grossen Meister zu ihm gepilgert. Nach unzähligen Anläufen hat der Autodidakt nun sein eigenes Quartett zusammen. Mit Christine Pritz an der Violine, Marina Kommissartschik, Piano, und Gregor Hammans, Kontrabass, fand er klassisch geschulte Mitspieler für Titango: “eine Traumkombination, denn es ist selten, dass Musiker so gut harmonieren.” Ganz wichtig ist es dabei für Boness, dass in der Tanzschule “La Yumba” ein musikalischer Ankerplatz gefunden wurde. Dort trifft Titango einmal im Monat auf ein kritisches Tanzpublikum. Auf der ersten gemeinsamen CD “I Tango You!” hat der 37-Jährige die Balance gesucht zwischen den dynamischen Orchesterstücken eines Francisco Canrao oder Osvaldo Pugliese und dem konzentanten Tango Argentino. Dabei will sich Boness aber keinesfalls auf dem Tango festlegen: Für weitere Aufnahmen sind Ausflüge in andere Genres geplant.

JazzThing meint dazu:

Gelunden ist auch “I Tango You” - trotz des kalauernden Albumtitels. Die deutsche Formation Titango brilliert hier mit leidenschaftlichen Interpretationen klassischer argentinischer Tonkunst und serviert natürlich auch Vorlagen von Astor Piazzolla. Die Besetzung ist entsprechend orientiert: Bandoneon (Rocco Boness, in einschlägigen Kreisen auch als Restaurator der Quetsche geschätzt), Violine, Klavier, Bass.

Anja Barckhausen in Stereo meint dazu:

Wodurch sich das Hamburger Quartett “Titango” auffallend von grossen Traditionalisten wie Astor Piazzolla unterscheidet, ist seine überdeutliche Herkunft aus der Klassik. So bestechen die furiosen Piano-Läufe, die ihre improvisatorische Freiheit feiernde Violine, der noble Bass und das rhythmisch beinah schon harsch, aber doch sanft federnde Bandoneon durch präzises Zusammenspiel und phantasievolle Klassiker-Interpretationen,die sich wohltuend von der üblichen Hommage-Schrummelei mit Gebrauchsmusik-Charakter abhebend.

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