Tango Orkestret: Hora Cero


Tango Orkestret: Hora Cero

Tango Orkestret: Hora Cero

Erscheinungsjahr: 2003

Spielzeit: 52 min

Bestellnummer: st003122


Preis: 18.99 €


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Dorothea Wand meint dazu:

Endlich mal eine frische, nicht so akademisch wirkende Aufnahme der Angel Suite! Und auch sonst: Tango, den man auch nicht-Piazzolla- Fans "zumuten" kann und der sich trotzdem nicht auf dem künstlerischen Niveau von Britney Spears bewegt! :o) Danke!

(Blue Rhythm; Ralf Dombrowski) meint dazu:

In den siebziger Jahren flüchtete Astor Piazzolla vor der argentinischen Militärdiktatur nach Paris. Von diesem Zeitpunkt an hinterließ er deutliche Spuren im europäischen Musikleben. Eine davon führte nach Dänemark, zu vier jungen Musikern des Kopenhagener Konservatoriums und einem gleichgesinnten Außenstehenden, die sich 1989 entschlossen, die zugleich zerbrechliche wie artifizielle Musik ihres Heroen ein wenig anders als gewohnt zu interpretieren. Sie nannten sich Tango Orkestret, verzichteten in ihrer Kernbesetzung ganz auf das typische Bandoneon und hielten mit einer Kombination aus akustischer Gitarre, Marimba bzw. Vibrafon, Geige, Saxofon und Schlagzeug dagegen. Die bittersüße Kunstmusik aus Buenos Aires bekam auf diese Weise Tempo und eine kernige Direktheit, die den ästhetisch fein ziselierten Originalen zuweilen abging. Im Laufe der Jahre entstanden fünf CDs, die sechste heißt „Hora Cero“, in Anlehnung an das gleichnamige Album Piazzollas von 1986, das er selbst für sein bestes hielt. Mit schelmisch ausgelassener Spielfreude knüpfen die Dänen an die bisherigen Experimente an und arbeiten konsequent an ihrem Gruppensound, der nach dem Gastauftritt des Bandoneonisten Marcello Nisinman bei der vorangegangenen Produktion „Tango“ (2001) nun auf die behutsame Erweiterung um den Kontrabassisten Jesper Lundgaard setzt. Soweit die Öffnung auf der klanglichen Seite reicht, so eng bleiben die Musiker allerdings bei der Auswahl der Stücke ihrem Ahnherrn verhaftet. Alle zehn Kompositionen stammen von Piazzolla, eine Referenz, die für den Geiger Kristian Jørgensen selbstverständlich ist: „Wir verdanken ihm alles. Seine Autorität als Komponist ist unglaublich und seine Musik ist von einer universellen Stärke beseelt, die unsere innersten Gefühle anspricht und niemanden unbeeindruckt hinterlässt. Sie inspiriert uns nach wie vor und wir empfinden es als ein Privileg, mit ihr arbeiten zu können“. Vielleicht sitzen die wahren Erben Piazzollas ja doch nicht in Buenos Aires, sondern in Kopenhagen. (Mit freundlicher Genehmigung von Blue Rhythm und Ralf Dombrowski)

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