Silencio Orquesta de Tango: Silencio


Silencio Orquesta de Tango: Silencio

Silencio Orquesta de Tango: Silencio

Erscheinungsjahr: 2006

Spielzeit: 49 min

Bestellnummer: dz000074


Preis: 18.99 €


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caseron de tejas la trampera la viruta viejo baldio quejas de bandoneon el violin de becho svp romance de barrio la cumparsita (homenaje) los cosos de al'lao negracha (bonus track) sus ojos se cerrar

Hans Peter Salzer meint dazu:

Keine Frage: Tango-Europa verfügt über außergewöhnliche Musiker. Der Pianist und Arrangeur Roger Helou ist einer von ihnen. Als ich ihn vor Jahren zum ersten Mal bewusst wahrnahm, gelang es ihm mit ein paar Takten, meine Aufmerksamkeit voll in Beschlag zu nehmen: er spielte das Intro zu "Hotel Victoria" mit einer Präzision und Leichtigkeit, als hätte Maestro Salgan selbst an den Tasten gesessen. Als ich ihn darauf ansprach, bestand er darauf, dass es nicht dasselbe Intro war, räumte aber ein, es wäre "...inspired by him." "Inspiriert von... aber nicht identisch..." - das trifft meines Erachtens am ehesten den Charakter einer ganzen Reihe von Stücken auf dieser ersten Produktion des Silencio Orquesta de Tango. Das liest sich hier vielleicht wenig spektakulär, hört sich dagegen aber stark an. Da sind Titel wie die Milonga "La Trampera" oder die Tangos "La Viruta", "Quejas De Bandoneon", "S.V.P.", "La Cumparsita" und "Negracha" tanzbar, satt und kraftvoll eingespielt. Bei allen ist die Inspirationsquelle herauszuhören (z.B. Fresedo, Troilo, Piazzolla, Di Sarli, Pugliese) und dennoch interpretieren die neun Silencios diese Stücke mit persönlicher Note und das klingt, wie gesagt, einfach stark. das liegt nicht nur an der spürbaren Spielfreude der jungen Künstler und ihren musikalischen Qualitäten, sondern auch an der erweiterten Instrumentierung. Ergänzend zum Kontrabass ist eine Bassklarinette zu hören, welche sich sowohl auf den Klangkörper des Orchesters als auch auf die Arrangements auswirkt. Hier ist der Pianist Helou am Werk, der es versteht, über die "Vorlage" in feinen und hörbaren Nuancen hinauszugehen, ohne die Tanzbarkeit oder die Charakteristik zu verlassen - es ist einach ein Genuss, auf diese Stücke zu tanzen. Das gilt ebenso für die zwei Valses "Caserón De Tejas" und "Romance De Barrio", auf die es sich trefflich durch den Raum schwingen lässt. Auch das ruhige "El Violin De Becho", bei dem der hinzukommende Sänger Omar Fernandez die Stimmung des Stücks mit viel Gefühl gestaltet, scheint mir tanzbar - zumindest für Freunde des Tango nuevo. Bei den drei weiteren Tangos "Viejo Baldio", "Los Cosos De Al'Lao" und "Sus Ojos Se Cerraron" mit Herrn Fernandez ist es mir persönlich etwas zu viel Gefühl und Dramatik - diese scheinen mir allerdings auch nicht vorrangig für das tanzende Auditorium gedacht. Insgesamt finden sich 12 Titel auf dieser CD: davon fünf tanzbare Tangos, eine Milonga, zwei schöne Valses und vier Tangos mit Gesang, wobei einer davon als Tango nuevo tanzbar ist. Kleines Bonbon: beim letzten Stück wirken zusätzlich drei Gäste, unter ihnen Maestro Marcucci, mit. Kleiner Wehmutstropfen: der tangosüchtige DJ hätte sich bei dieser Qualität noch zwei, drei Stücke mehr gewünscht. Fazit: Ein vielseitiger Querschnitt mit kraftvollen und tanzbaren Stücken. Tangodanza 04/2006

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