Orquesta Tipic Fernandez Fierro: Envasado En Origen


 Orquesta Tipic Fernandez Fierro: Envasado En Origen

Orquesta Tipic Fernandez Fierro: Envasado En Origen

Erscheinungsjahr: 2002

Spielzeit: 33 min

Bestellnummer: ff000001


Preis: 16.99 €


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milonguero viejo la viruta te llaman malevo waldo el ingeniero maquillaje comme il faut la rayuela yo payador punto y branca ventarron cuesta abajo

Jörg Buntenbach für Tangodanza 02-2005 meint dazu:

Ein abgeschlagener Flaschenhals im festen Griff einer Männerhand, die entschlossen scheint bis zum Äußersten zu gehen. Im Hintergrund, als stummer Zeuge, nur eine heruntergekommene Hauswand: das Cover des Albums "Envasado en Origen" vom Orquesta Tipica Fernandez Fierro verspricht Progressivität und schürt die Erwartung, dass unsere Ohren da etwas ganz und gar Neues zu hören bkeommen. Doch weit gefehlt: die 11 jungen Musiker mit ihrem Sänger Walter "Chino" Laborde präsentieren hier 12 Tangos von so bekannten Komponisten wie Di Sarli, Arolas, Maffia, Pugliese oder Julio de Caro sowie zwei Eigenkompositionen des Orchester-Pianisten Julian Peralta. Und die Einspielungen können sich absolut hören lassen. Die Arrangements überzeugen! Nicht zuletzt hatten die Musiker den Mut, auch mal andere Tangos als die "Cumparsita", "El Amanecer" oder ähnliches auf den Tonträger zu pressen. Lob! Die Aufnahmen strahlen sozusagen eine ruhige Kraft aus. Die CD überzeugt durch ein klares Klangbild - voll und weich zugleich. Und was das Kraftvolle angeht, liegt dies sicher in der Instrumentierung des Orchesters begründet: vier Bandoneóns, drei Geigen, eine Viola, ein Cello, ein Kontrabass und das Klavier harmonieren perfekt miteinander. Wobei die Musik mir persönlich besser ohne den Sänger Walter "Chino" Laborde gefällt. Nicht, weil der Mann nicht singen könnte aber wenn man die alten Meister wie Raul Beron, Carlos Dante oder Alberto Podesta kennt, verlangt man einfach nach mehr Präsenz und Ausdruck. Dennoch: die Musik vom Orquesta Tipica Fernandez Fierro fliesst und lässt keine Langeweile aufkommen. Beim Stück "El Ingeniero" hören wir eine Bandoneón-Solo von Roberto Alvarez. Und, dies nur nebenbei, auch Horacio Ferrer durfte bei "Yo Payador" wieder mal als Rezitator ran. Insgesamt ist "Envasado en Origen" zudem eine gute tanzbare CD. Vor allem gut einzusetzten, wenn die Tanzfläche voll oder die Nacht alt geworden ist oder man sich verträumt einem guten Glas Rotwein hingeben möchte. Und damit nicht genug: wer mit einem Computer und dem richtigen Betriebssystem ausgestattet ist, kann mit diesem Tonträger nicht nur die Musik hören, sondern auch interaktiv per Video-Clips die Musiker kennen lernen und visuell, z. B. Live-Auftritte des Orchester und damit verbunden kleine Geschichten des Ensembles erleben. Gut gemacht! Tanzbarkeit: +++++ Klangqualität: +++++ Titelauswahl/Interpretation: ++++ Editorischer Wert: ++++ Vokalanteil: 33,5 %

Eckart Haerter meint dazu:

Bisher habe ich in diese CD nur reingehört, soweit es hier im webshop möglich ist. Als "innovativ", wie im Newsletter von dym angekündigt, kann ich diese Musik allerdings nicht bezeichnen. Aber muss eine Tango-CD denn unbedingt innovativ sein? Tanzbarer Tango kann doch nur in sehr begrenztem Umfang Überraschungen bieten, insbesondere wenn überwiegend traditionelle Titel gespielt werden, wie auf dieser CD. Der Sound dieses Orquesta típica erinnert an Troilo: kraftvoll, markant synkopiert, dazu die tiefe, ein wenig rauhe Stimme des Sängers. Alles in allem traditioneller Tango aus Buenos Aires der mitreisst und zum Tanzen motiviert. Dass der Sänger Dreitagebart trägt, wie im dym - newsletter betont, tut der Musik keinen Abbruch und ist m.E. völlig nebensächlich. Die Zeit der Pomadefrisuren ist vorbei. Der traditionelle Tango lebt weiter.

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