Klaus Johns: Suenos Encallados


 Klaus Johns: Suenos Encallados

Klaus Johns: Suenos Encallados

Erscheinungsjahr: 2001

Spielzeit: 66 min

Bestellnummer: dz003104


Preis: 17.99 €


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So kraftvoll ist Tango selten präsentiert worden. In allen denkbaren Instrumentalformationen hat sich Johns in den vergangenen 10 Jahren dem Herzen des Tango genähert. Ob am Piano solo, mit Quartett, Bigband oder grossem Orchester: Johns beginnt zu toben, und der Saal tobt mit. "Sueños Encallados" bieten einen Einblick in 10 Jahre Tangogeschichte, geschrieben von Klaus Johns. "Spitzenklasse!" (der Grazer) marrón y azul felicia el perverso cielo morado queja indiana tango bárbaro maipo tango fuego la cumparsita cruz diablo tanguango naranjo en flor buscandote e evaristo carriego la trampera viejo tango

Hans Grausgruber in Skug meint dazu:

Ich habe 1990 mehrere Wochen in Argentinien, Buenos Aires, verbracht. Das war sozusagen meine erste musikalische Entdeckungsreise, das erste Mal, dass ich mich ganz gezielt mit einer spezifischen Musik beschäftigte, dem Tango (und der Milonga). Ich besuchte Konzerte, Shows und Flohmarkt-Beisln, wo gespielt und getanzt wurde. Ich kaufte Tonträger mit Tangos von 1900 aufwärts. Seither habe ich ein Ohr für Tango. Was ich nicht wusste und auch nicht geglaubt hätte, ist, dass es in Österreich einen Meister des Fachs gibt, von dem jeder, der ihn nicht kennt, glauben würde, er sei argentinischer Virtuose. Nur Johns ist kein Österreicher, sondern Deutscher. Er lebt und unterrichtet in Graz an der Musikhochschule. Und er spielt kein Bandoneon, sondern Piano und arrangiert und komponiert. Tangos. Auf »Suenos Encallados« (Gestrandete Träume) präsentiert er v. a. Fremdkompositionen aus der Geschichte des Tango, und hier in erster Linie wieder von frühen Meistern wie Enrique Saborido herauf bis zu Astor Piazzolla, die er nahe am Original mit ungewöhnlichem Einfühlungsvermögen interpretiert. Mit dieser CD lässt sich die historische und stilistische Reichhaltigkeit der Tango-Geschichte mehr als nur erahnen. (aus dem Magazin Skug / Austria)

Tangodanza meint dazu:

Der Pianist Johns ist ein Erneurer des Tango, einer, der es sich zum Ziel gemacht hat, da weiter zu machen, wo Astor Plazzolla aufhörte. Dabei bleibt er jedenfalls auf dieser CD innerhalb der Form und Struktur des von Piazzolla entworfenen Tango Nuevo und unternimmt keine solchermaßen weitgehende Ausflüge in den zeitgenössischen Jazz, wie dies etwa der Bandoneonspieler Dino Saluzzi gelegentlich tut. Nichtsdestoweniger dürfte eine organische Weiterentwicklung von Piazzollas Auffassung wohl nur in einem konstruktiven Umgang mit den Bausteinen zu bewerkstelligen sein, mit denen das verstorbene Idol bereits gearbeitet hat: europäische Klassik, E-Musik des 20. Jhd. und moderner Jazz. Gerade Letzterer gehörte in ganz gewichtiger Weise dazu, auch wenn er seinen Formationen nie erlaubt hat, ab und an zu swingen. In Johns Eigenkomposition “Cielo Morado³, arrangiert für seine Bigband Tangavan, wechselt er bereits im Thema kontrastierend zwischen einer behäbig-trabenden Tango-Nuevo-Figur und dem latent-verhalten swingenden Konterpart, bevor er die Band völlig von der Leine läßt für einen richtig schön bigbandjazzmäßig swingenden und rhythmisch vorwärtsdrängenden “Auslauf³ (mit passioniertem Sax-Solo vor satten Tutti-Riffs) - ein gelungener TangoJazz-Titel. Ansonsten spannt Johns in seiner Vorlagenauswahl den Bogen über ein nahezu komplettes Tango-Jhd.: der älteste Titel stammt aus 1909 (Enrique SaboridoFelicia), der netteste aus 1998 (Lalo Shifrin-Tango Barbaro, aus dem Saura-Film “Tango³). Entsprechend seiner erklärten, begrüßenswerten Absicht nimmt sich Johns vorzugsweise außerhalb des populären Focus liegendes oder gar vergessenes Material (wie etwa Piazzollas Frühwerk “Marron Y Azul³ oder die schlichte, anmutige “Queja a Indlana³ aus der Zeit der ersten Garde) vor - anstelle bekannter TangoStandards (hier nur 2). Und wenn er sich dann doch so überstrapazierten Vorlagen wie “La Cumparsita³ widmet, dann nutzt er diese - getreu einer Verfahrensweise im Jazz - gerademal noch als Assoziationsgröße ohne plakativen Wiedererkennungseffekt - hier mit verschlepptem Rhythmus und einem sehr beachtlichen, intelligenten Arrangement -.für sein (aktuelles) Orchester Tanguango. Vom Piano-Solo über Quartett/ Quintett bis zum großformatigen Orchester sind die Stücke handwerklich gekonnt, inspiriert und spannungsreich dargeboten. Allenfalls stellenweise würde man sich etwas mehr Druck (“attack³) und Drive wünschen. Obgleich überwiegend konzertant gibt es doch noch etwas zu tanzen, hauptsächlich wenn das Quintett Mala Junta an der Reihe ist, aber auch bei der Orchesterversion von Troilos “La Trampera³. Holt den Mann mit seinen gestrandeten Träumen aus seinem selbstgewählten Grazer Elfenbeinturm und bucht ihn, wo immer Ihr könnt! Gerhard Litterst 1. Tanzbarkeit: +++ 2. Klangqualität: +++ 3. Titelauswahl/Interpretation: ++++ 4. Editorischer Wert: ++++ 5. Vokalanteil: - 6. Spieldauer: 65:14 min. ---------------------------------------------------------------------------- (Erschienen in Tangodanza, Zeitschrift für Tango Argentino, Nr. 2/2002)

Amazon.de meint dazu:

Für Enthusiasten! Johns liefert nicht nur geniale Interpretationen bekannter Stücke, sondern streut auch Raritäten aus seinem offensichtlich recht großen Fundus ein und verleiht den Stücken über das Spiel mit Besetzung und Arrangement eine ganz eigene Note! Vor allem Freunden des Tango nuevo wärmstens zu empfehlen! (Rezension bei Amazon.de)

Eckart Haerter meint dazu:

Also spielen können die, keine Frage. Und mein erster Eindruck war: packend! Aber schon nach kurzer Zeit stellte sich Überdruss ein bei der klanglichen Monotonie. Auch hier wieder, wie so oft bei neueren Tango-Interpretationen, mein Eindruck, dass die Musiker meinen, etwas Neues bieten zu müssen. Zum Tanzen ist diese Musik offensichtlich nicht gedacht, also zum Hören. Das mag live im Konzert ganz spannend sein, aber auf CD? Nun ist Musik ja vor allem Geschmacksache. Ich kann also nur für mich sprechen, wenn ich sage, oft würde ich mir diese CD sicher nicht anhören wollen. Total professionell und gekonnt, aber leider nicht mein Geschmack. Tut mir leid.

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