Jürgen Schwenkglenks: Portenos Y Gringos


 Jürgen Schwenkglenks: Portenos Y Gringos

Jürgen Schwenkglenks: Portenos Y Gringos

Erscheinungsjahr: 2005

Spielzeit: 45 min

Bestellnummer: dz003106


Preis: 17.99 €


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Torsten Eßer für Matices meint dazu:

Die Kompositionen des Passauer Gitarristen Jürgen Schwenkglenks kommen mir vor wie alte Bekannte: tausendmal gehört, doch immer wieder gibt es neue Seiten zu entdecken. Meistens dringen ungewöhnlich fröhliche Klänge aus den Boxen an mein Ohr (in "Tango prosteta" sogar ein funkiger Bass). Für sein aktuelles Album hat sich der Tangomusiker nach Buenos Aires begeben, um mit dem Bandoneonisten Fernando "Quena" Taborda und anderen Musikern Aufnahmen zu machen. Dss hat seinen Stücken den letzten Kick gegeben, aber nicht in die traditionelle Richtung, sondern hin zu einer gelungenen Mischung aus Tango-Genres und Modernität.

Akustik Gitarre meint dazu:

Porteños, das sind die Einwohner von Buenos Aires. Gringos, das sind, wie wir schon von Karl May wissen - ausländische Grünschnäbel, beispielsweise aus der Sicht von Leuten aus Buenos Aires. Nun ist der Gitarrist Jürgen Schwenkglenks seiner Herkunft nach eher Niederbayer als Argentinier. Jedoch einer, der mit dieser CD unschlagbar den Beweis antritt, dass Tango letztlich wie jede große Musik universell ist international. Für ihn ist Buenos Aires "nicht nur persönlich, sondern auch musikalisch zu einer zweiten Heimat geworden". Man glaubt es ihm aufs Wort. Bei den vierzehn Stücken der CD handelt es sich - bis auf einen Klassiker von Angel Villoldo, "Anhelo" von Quena Taborda und "Central Partk" von Sebastián Zambrana - um Eigenkompositionen in den Stilistiken Tango, Tango Nuevo, Milonga, Vals, Chorinho, Música Nueva Argentina und Milonga Campera. Dass es Jürgen Schwenkglenks nicht um gitarristische Selbstdarstellung , sondern um Musik geht, zeigt schon das Eröffnungsstück für Bandoneon solo. Instrumentiert sind die Stücke neben Gitarre und Bandoneon mit Streichinstrumenten, Klarinette, Perkussion und Bass in unterschiedlichen Konstellationen. Das Ergebnis ist packend, leidenschaftlich und beschwingt, dabei auch melancholisch bewegend und lebendig. Und sehr gitarristisch nebenbei. Wohltuend nebenbei: Auf eine studiotechnische Aufhübschung und Verhallung wurde weitgehend verzichtet. Bravo Señor Schwenkglenks! Thomas Kraus in Akustik Gitarre 1/06

Corina Oosterveen in Folker meint dazu:

Schwenkglenks vertritt den modernen Stil seit den 80ern; tanzbar mit aufregenden Arrangements - Über seine argentinische Frau tief in die Tangoseele getaucht, bleibt seine Interpretation doch typisch: Tangos, Valses, Milongas und ein brasilianischer Chorinho & ein Intro des Bandoneonista Quena Taborda.

Stefan Franzen in Blue Rythm meint dazu:

Tango aus Bayern gehört noch nicht zum regelmäßigen Speiseplan der Música Latina. Gitarrist und Komponist Jürgen Schwenkglenks kommt aus Passau, hat jedoch exzellente Verbindungen an den Rio de la Plata, spielte einen Teil seiner zweiten Scheibe in Buenos Aires ein und überlässt das Intro dem Bandoneonista Quena Taborda für ein Solo-Recital. Danach jedoch bricht man auf zu einer Reise durch eigenkomponierte Valses und Milongas. Die haben stets ein luftiges, kammermusikalisches Gesicht - Schwenkglenks und Konsorten schaffen eher die intime Introspektive statt zackigem Affekt. Afro-Interludien mit Perkussion und Cello sorgen für Widerhaken, ein netter Chorinho mit glucksender Klarinette wurde als Reverenz ans alte Rio eingebaut. Elaborierten Soundtrack-Charakter hat das impressionistische "Central Park". Ein spannender Brückenschlag von der Donau in die Neuen Welten. (Stefan Franzen in Blue Rhythm)

Claudia Tiemann in Tangodanza meint dazu:

Nachdem ich in meiner letzten Rezension offen bedauert hatte, dass unter der Neukompositionen der neuen Tangokomonisten so wenig Milongas sind, landete nun die neue CD von Jürgen Schwenkglenks bei mir, um dem zu widersprechen. Von vierzehn Stücken sind vier Milongas, plus eine Milonga campera. Hinzu kommen zwei vals, zwei Folklorestücke, drei Tangos und zwei moderene tangoartige Kompositionen. Bis auf die Milonga "El portenito" von Angel Villoldo handelt es sich um neue Kompositionen von Schwenkglenks und zwei befreundeten Musikern. Die Kompositionen sind neu, halten sich aber an traditionelle Grundstrukturen. Erfreulich hoch für eine "Musiker-CD" ist dadurch die Zahl der tanzbaren Stücke. Nach dem lyrischen und nicht tanzbaren Intro des Bandoneon-Solo von Quena Taborda folgen ein Tango, ein vals und eine Milonga, mit jeweils eingängigem Intro, klassischer Struktur und Instrumentierung. "Tango protesta" als fünftes Stück greift mit der einfachen Melodie und der prägenden Perkussion einerseits musikalische Formen moderner Elektro- oder Tropical-Tangos auf und erinnert andererseits an die lautstarken Protestdemonstrationen der Bevölkerung in Buenos Aires. Es folgen drei Solo-Gitarrenstücke die eher zum genussvollen Zuhören geeignet sind, wobei die Milonga "La nueva pilcha" bei geringem Lärmpegel im Salon auch zum Tanz gespielt werden kann. Das moderne Stück "Central Parkt" seines Freundes Sebastian Zambrana lebt von dem Dialog zwischen Gitarren und Bandoneon, reizt in seiner fließenden Form jedoch nicht zum Tanzen. Der folgende fröhliche Chorino dokumentiert Schwenkglenks intensive Beschäftigung mit brasilianischer Folklore. Eine weitere flotte Milonga, "Milonguitarra" in reiner Gitarrenbesetzung nimmt die rhythmischen Muster der Folklore wieder auf, diese Rythmusspielereien erschweren aber eine tänzerische Umsetzung. Die langsame Milonga campera "Milonga en la" ist reicher instrumentiert, und ist als Stück für Traumtänzer zu vorgerückter Stunde sicher geeignet. "Warum nicht?" fragt uns das vorletzte Stück, wieder eine flotte Milonga, die mit gekloppftem Intro und fröhlicher Klarinette die Stimmung im Salon aufheitert. Den Abschluss bildet ein in Deutschland aufgenommenes Stück, mit deutlichen Anklängen an Chacarera und ähnliche argentinische Folklore. Für Schwenkglenks ist diese CD das Ergebnis und die Dokumentation seiner jahrelangen Zusammenarbeit mit argentinischen und brasilianischen Musikern, die er nur aus einem ein einzigen Grund aufgenommen hat: "porque quiero - weil ich will!" Eine Empfehlung sowohl zum Zuhören als auch für den Salon. editorischer Wert: + + + + + Interpretation: + + + + + Tanzbarkeit: + + + Klangqualität: + + + + + (aus dem Magazin Tangodanza)

Hans Grausgruber in Skug meint dazu:

Der deutsche Gitarrist Jürgen Schwenkglenks gehört zu jenen, die den altbekannten Tango (und verwandte Formen wie Milonga und Vals) weit gehend bestehen lassen und dezent mit verwandten, vor allem afro-brasilianischen Stilen fusionieren. Die Rhythmen diverser brasilianischer Musikformen wie Choro oder Bossa sind nämlich das zweite musikalische Spielfeld von Schwenkglenks, der neben seinen Los Gringos del Tango eine Brasil-orientierte Banda de Moleques betreibt. Und das hört man auf seiner neuen CD »Portenos y Gringos« stärker als auf dem Vorgänger »Magali«, der mit einem gewissen Polka-Charme insgesamt etwas näher beim »Tanzboden« war. Das neue Album ist da etwas stringenter. Die Stücke wechseln zwischen der Sologitarre des Meisters und diversen Kombinationen aus Bandoneon, Akkordeon, Bass, Gitarren und (afrikanischer) Percussion; jedenfalls ist der Set immer akustisch.

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