
Erscheinungsjahr: 2007
Spielzeit: 60 min
Bestellnummer: lvb250206
Preis: 17.99 €
The first album by the duo Aguirre-Rocco published in Europe combines two musical stylistic genres deeply rooted in Argentinian culture - the European classic and the tango. The musicians are the pianist and composer Pablo Aguirre and the transverse flute player Luis Rocco. The Tango-Sonate evolved in 2001 in a time of political crisis in Argentinian and a brusque change in the life of Pablo Aguirre. While searching for a new musical identity, a valuable contribution for modern chamber music de sonata tanguera 1 buenos aires e sonata tanguera 1 buenos aires e sonata tanguera 1 buenos aires e sonata tanguera 1 buenos aires e sonata tanguera 1 buenos aires e sonata tanguera 1 buenos aires e sonata tanguera 1 buenos aires r sonata tanguera 1 buenos aires r sonata tanguera 1 buenos aires r sonata tanguera 1 buenos aires r sonata tanguera 1 buenos aires r sonata tanguera 1 buenos aires r suite buenos aires suite buenos aires suite buenos aires himno por la memoria pasion ensordecedora
Seit Astor Piazzolla haben sich Tango und klassische Musik immer wieder gegenseitig bereichert. Dieses Duo, bestehend aus dem argentinischen Komponisten und Pianisten Paulo Aguirre und dem Querflötisten Luis Rocco, fügt dem Brückenschlag des Genres Werke in einer äußerst konzentrierten Sprache hinzu: Mit lediglich zwei Instrumenten wird die Leidenschaft des Tango anhand der klassischen Sonatenhauptsaztform gezähmt und sein Ausdrucksspektrum zugleich erweitert. Die ersten der beiden Sonaten (Buenos Aires en llamas) protokolliert mit feinen Antennen die Stimmungen der Stadtbewohner und Aguirres Gefühle während der 'Revolution der Kochtöpfe' von 2001. Es ist eine emotinale Achterbanhfahrt in sechs Sätzen, während der der Hörer zwischen Aufbegehren, Resignation, Melancholie und Hoffnung schwebt. Kurze Phrasen, die sich die beiden Musiker zuwerfen, stehen schon zu Beginn wie ängstliche Fragen im Raum. Ein Walzer ist hier nicht Sinnbild für Tanzvergnügen, sondern scheint Verzweiflung, ja Raserei abzubilden, mit brutalen Pianoakkorden und Flatterzunge der Flöte. Mutig, 'con spiritu', schreitet das Geschehen voran, wiederum lamentierend reflektiert das Klavier im Adagio, der virtuos-dramatische Schluss-Satz lässt letztendlich offen, ob der Ausgang glücklich ist. "Buenos Aires renacer", die zweite "Sonata Tanguera, lebt ebenso vom Wechselbad: Auf impulsive Passagen, deren ruppige, 'anrollende' Rhythmik in den Allegro-Sätzen unverblümtes Tango-Erbe ist, folgen lyrisch-zarte Einschübe, in denen die Flöte tänzerisch leicht oder frei rhapsodisch agiert. Licht- und Schatten-Effekte, die gerade durch diese besondere Instrumentenpaarung und durch Verwendung von Ganztonskalen stellenweise auch eine Nähe zum Impressionismus à la Debussy schaffen. Sie kommt auch in "Himno por la memoria" zum Tragen, in dem Aguirre mit einem gemessen schreitenden Thema und fast meditativer Lyrik einem Terroranschlag gedenkt. Gaben die Sonaten und die Hymne politischen und philosophischen Hintergrund, so verströmen die beiden übrigen Kompositionen etwas mehr Leichtigkeit und weisen direktere Kontakte zum Tango auf. Eine dreiteilige Suite breitet das Spektrum vom Lied bis zum afrikanisch geprägten, von Seelenqualen ungetrübten Candombe aus. Das Finalstück, an die Milonga-Form verweisend, ist das sanglichste Stück des Repertoires: Flöte und Piano dialogisieren mit munterer Tanzhaftigkeit. in Tangodanza Nr. 1 - 2009
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